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Xperience Box ~ Das Verpackungstool für Agentur und Industrie

Die Xperience Box soll Agenturen und Industriekunden die Welt der Verpackung näherbringen. Das Set besteht aus einer Hauptbox samt Banderole und 14 Musterboxen, die allesamt unterschiedlich konstruiert sind oder Besonderheiten aufweisen. Unterscheidungskriterien sind die Art der Konstruktion, verschiedene Bodenvarianten, Nesttypen und verschiedene Verschlussarten. Ziel der Box ist es, als "analoge Spielekonsole" dem Empfänger den Unterschied zwischen den einzelnen Verpackungstypen einfach und verständlich aufzuzeigen. So kann der Kunde für sein Produkt den passenden Verpackungstyp auswählen und individuell zusammenstellen. Maße, Papier, Veredelungen etc. sind beim späteren Auftrag individuell anpassbar.
Eberl & Kœsel

Von der Idee zum serienreifen Produkt
Wer etwas verpacken will, muss sich zunächst einige Fragen stellen: Wie schwer ist das Produkt? Welchen Transportschutz und wie viel Puffer außen herum braucht es? Wie groß ist die Auflage und das Budget? Dann kann man sich für eine entsprechende Konstruktion entscheiden und sich anschließend Gedanken über Papier, Farben und mögliche Veredelungen machen.
Wo aber finde ich all diese Infos? In langwierigen Internetrecherchen, bei der Suche im Muster-Archiv der Agentur oder in Gesprächen mit Druckereien – um dann möglicherweise tagelang auf eine Preiskalkulation zu warten. Ein mühseliges Unterfangen. Abhilfe schafft jetzt die Xperience Box, ein Herzensprojekt von Eberl Print, der Kösel GmbH & Co. KG sowie dem Designer Marc Clormann aus Penzing. In einer großen Box stecken 14 kleine – mit den verschiedensten Konstruktionen, Verschlüssen, Deckeln, Böden und Nesttypen – und zeigen so ein breites Spektrum an Verpackungen aus Papier: von der einfachen Faltschachtel bis zum Luxus-Packaging.

Die Verpackung als Lifestyle-Marke
Der Bedarf an einem solchen Tool für Designer ist zweifellos da. Während sich die Produktion von Geschäftsberichten und Katalogen zunehmend ins Digitale verschiebt, bleibt Verpackungsgestaltung etwas zum Anfassen und erlebt einen Boom. „Heute kann man eine Marke nur aufbauen, wenn sie ein vernünftiges Packaging design hat,“ ist Marc Clormann überzeugt. Immer mehr Agenturen entwickeln nicht nur das Corporate Design einer Brand, sondern auch gleich die nötigen Verpackungen – ohne dafür speziell ausgebildet zu sein. Aber auch auf Kundenseite herrscht durchaus Informationsbedarf. „Wir hören gar nicht selten: das Packaging muss so aussehen wie bei Apple, aber in Europa produziert werden, nachhaltig sein und darf bei einer kleinen Auflage nicht mehr als 2 Euro kosten,“ sagt Marc Clormann. „Auch das Verständnis für die Relation von Konzeption, Musterbau, Stanzformerstellung und Maschineneinrichtung zu einer Stückzahl ist bei Kunden häufig nicht vorhanden.“ Diese Probleme will die Xperience Box lösen, indem sie unterschiedliche Konstruktionen und ihre Wertigkeit präsentiert.

Konstruktion steht im Mittelpunkt
Schon mehrfach haben Marc Clormann und Eberl Print gemeinsam tolle Projekte realisiert, die Seifenbox etwa, ein kunstvolles Stück Verpackung aus schönen Papieren. Jetzt kam noch ein weiterer Partner dazu: Anfang des Jahres übernahm Eberl den Buchhersteller Kösel, der auch am Projekt Xperience Box mitwirkte.
Ursprünglich sollten die 14 Boxen alle aus dem gleichen weißen Karton entstehen. „Wir wollten vermeiden, dass jemand sagt: ‚die sieht aber toll aus‘, nur weil ihm die Farbe oder das Material gefällt,“ so Markus Erhart, Marketingleiter bei Eberl Print. „Ganz wichtig war uns, dass Papier und Veredelung nicht von den Boxen und deren Machart ablenken. Die Konstruktion bildet die Basis, alles weitere kann der Kunde sich optional konfigurieren – wie beim Autokauf.“
Zu sehr blutete angesichts dieser Uniformität dann aber doch Marc Clormanns Gestalterherz. Damit es weniger trist aussieht, entschieden sich die Partner, für drei Boxen das Papier Gmund Gold Oro zu verwenden. Bewusst wählten sie dafür eine simple, eine mittlere und eine hochwertige Konstruktion, um zu demonstrieren, dass man eine simple Box durch ein hochwertiges Papier aufwerten kann.

Schachtel, Verpackung oder Box?
Die Konzeption begann mit einer Analyse, welche Konstruktionstypen, Verschlüsse und Deckelvarianten die Xperience Box beinhalten sollte. In Frage kamen nur Techniken, die Eberl oder Kösel bei sich im Haus produzieren können. Wichtig war außerdem, dass die Gesamtsystematik trotz der vielen Boxen sowohl für den Außendienst leicht erklärbar als auch vom Kunden leicht zu verstehen blieb. Viel Gesprächsbedarf gab es bei den Begrifflichkeiten, denn es stellte sich heraus, dass Marketing und Vertrieb nicht immer die gleichen Bezeichnungen verwenden wie die Konstrukteure oder Gestalter: Kann man Verpackung und Schachtel synonym verwenden oder ist Verpackung automatisch wertiger? Kein Kreativer sieht sich als Schachteldesigner, die Bezeichnung Faltschachtel dagegen ist nicht negativ besetzt. Auch um die Bezeichnung der vielen Verschlussvarianten wurde viel diskutiert. Diese nicht immer klaren Definitionen erschweren die Kommunikation zwischen Hersteller, Gestalter und Kunde, das hat Marc Clormann nicht nur einmal erlebt: „Wir bekommen ein Briefing und stellen im ausführlichen Gespräch dann fest, dass etwas ganz anderes gemeint war oder es sogar sinnvollere Lösungen gibt, die der Kunde nicht kannte und somit nicht briefen konnte.“ Die Xperience Box erleichtert das Gespräch, weil man nun sagen kann: Ich hätte gerne eine Konstruktion wie in Box 6, aber den Verschluss von Box 12.

Die größte Herausforderung lag für Marc Clormann darin, das Ganze konzeptionell an einem Thema aufzuhängen und dieses dann durch alle Bestandteile zu deklinieren: Die Außenbanderole, die große Box, die kleinen Boxen, die erklärende Broschüre und die Musterkarten. „Auf keinen Fall sollte es eine weitere beliebige Musterbox einer Druckerei werden, sondern etwas Besonderes mit dem X-Faktor, ohne dabei aber in der Gestaltung zu konkret zu werden. Dezent aus einem Guss, aber mit der Möglichkeit für den Kunden, sein eigenes Design darauf zu transportieren.“

Nachhaltigkeit als zentrales Element
Die 14 Schachteln der Xperience Box sind aus vier verschiedenen Papieren in fünf unterschiedlichen Konstruktionen hergestellt, mit fünf Deckel- und sechs Verschlussvarianten sowie diversen Besonderheiten. Dabei wird auch dem Laien sofort klar, dass eine Hohlwandschachtel deutlich mehr Stabilität bietet als eine einfache Faltschachtel.

Nachhaltigkeit war bei der Entwicklung der Xperience Box ein großes Thema. So sind die Boxen klimaneutral mit mineralölfreien Farben auf zertifizierten Papieren gedruckt. Die Veredelungen auf den beiliegenden Karten konzentrieren sich auf Prägungen und Heißfolie, auf UV-Lack verzichtete man komplett. Und auch der schwarze Karton der großen Box, der eigentlich eine Cellophanierung oder einen Schutzlack gebraucht hätte, um Kratzer zu verhindern, kommt ganz pur daher.
Momentan arbeiten Eberl, Kösel und Clormann Design noch an einer Preisindexmatrix, die die Konstruktionen, Verschlüsse, Papiere und Veredelungen in verschiedene Kategorien sortiert und damit eine Wertigkeits- und Preissortierung schafft. „So kann jeder die verschiedenen Bestandteile individuell zusammensetzen und bekommt zumindest eine Idee von den Kosten, die ihn erwarten,“ so Marc Clormann. Eine prima Entscheidungshilfe für Agentur und Kunde.

Die Xperience Box ist gegen eine Schutzgebühr erhältlich. Sprechen Sie uns an!
Mail: info @eberlkoesel.de ~ Tel: +49 8323 802 200